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HiFi-Lexikon

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A
Absorption
Jedes Material reflektiert (Einfallswinkel = Ausfallwinkel) oder absorbiert (schluckt) den Schall unterschiedlich stark. Der Schall wird dabei in Wärme umgewandelt. Das Reflexionsverhalten ist nicht in allen Frequenzbereichen gleich. Reflektiert werden Schallquellen nur an Körpern, die mindestens 1/4 der Wellenlänge groß sind. Dies führt zu unterschiedlichen Nachhallzeiten bei verschiedenen Frequenzen und beeinflusst somit den Klang. Der Schall wird dabei in Wärme umgewandelt.

Abstrahlwinkel
Der Abstrahlwinkel eines Lautsprecherchassis gibt einen Hinweis darauf, unter welchem Winkel der Schalldruck hoher Frequenzen gegenüber der Mittelachse abfällt.

Akustik
Lehre vom Schall.

Ausgangsimpedanz
Maßeinheit für den inneren Widerstand einer Wechselspannungsquelle. Wird dieser Ausgang mit der gleichen (Eingangs-)Impedanz des nächsten Gerätes (Wechselspannungssenke) belastet, erhält man eine Leistungsanpassung.


B
Bandbreite (- 3 dB)
Angabe des Frequenzbereiches, in welchem die Signalamplitude - vom höchsten Punkt zu tieferen und höheren Frequenzen verlaufend - um 3 dB niedriger ist.

Bändchenlautsprecher
Meist im Hochtonbereich angewandtes Prinzip: Eine leichte, stromdurchflossene Folie innerhalb eines Magnetfeldes dient zur Schallabstrahlung. Da Wirkungsgrad und Maximalpegel oft begrenzt sind, dient meist ein Hornvorsatz der Pegelverstärkung. Echte Bändchen brauchen einen Transformator als Übertrager zur Impedanzwandlung. Beim Magnetostaten ist eine Art Schwingspule auf die Membran gedampft, wodurch die Impedanz verstärkerunkritisch wird.

Bandpass
Frequenzweichenschaltung, die zB. in 3-Wege Systemen für den Mitteltöner verwendet wird. Sie besitzt einen Hoch- und einen Tiefpass, somit lässt sie nur Töne eines bestimmten Frequenzbandes hindurch.

Bassreflex-Gehäuse
Eine Bassreflexbox ist ein sogenannter Helmholtzresonator. Ein solcher akustischer Resonator besteht faktisch aus einem Volumen mit einer Öffnung. Die im Gehäuse eingeschlossene Luft hat eine vom Volumen abhängige Federsteifigkeit, die in der Öffnung oder im (Bassreflex-)Rohr befindliche Luft hat ebenfalls eine Masse. Durch Abstimmen der Federsteifigkeit des eingeschlossenen Volumens und der angehängten bewegten Masse (Luftvolumen im Bassreflexrohr) lässt sich eine bestimmte Resonanzfrequenz definieren. Diese Resonanz wird durch einen Lautsprecher angeregt, der in das Gehäuse eingebaut wird. Durch geschickte Wahl der Resonanzfrequenz erreicht man eine Verstärkung der Tieftonwiedergabe bei gleichzeitiger Reduzierung der Membranauslenkung.

Belastbarkeit
Die Nennbelastbarkeit in Watt gibt an, welche elektrische Leistung dem Lautsprecher im Dauerbetrieb zugeführt werden kann (DIN 45573). In der DIN Norm sind die genauen Randbedingungen festgeschrieben. Die Musikbelastbarkeit gibt die Leistung an, die bei kurzfristigen, hohen Pegeln vom Lautsprecher noch ohne Beschädigung oder starke Verzerrungen aufgenommen werden kann (DIN 45500). Die Belastbarkeit ist kein Qualitätskriterium. Sie gibt nicht einmal Auskunft darüber, welche Lautstärke ein Lautsprecher produziert.

Bi-Amping
nsteuerung eines Komponentensystems mit getrennten Verstärkern für den Tief(mittel)töner und den Hochtöner, wobei die Passivweichen im Gegensatz zur Aktivtrennung erhalten bleiben..

Bi-Wiring
Anschluss eines Komponentensystems mit getrennten Kabeln für den Tief(mittel)töner und den Hochtöner.

BNC-Stecker
Koaxialer Stecker für HF-Verbindungen.


C
Cinch-Anschluß
Gebräuchlichste Audio-Verbindung in der Consumer-Technik. Einpolig unsymmetrisch geführtes Signal mit der Masse als Rückleitung. Der Cinch-Stecker wird auch als "RCA-Stecker" bezeichnet.

Clipping
Signalverzerrung, hervorgerufen durch Übersteuerung eines Systems. Führt zur Erhöhung des Klirrfaktors. Gefährdet insbesondere Hochtöner, indem aus Sinustönen steilflankige Rechtecksignale werden. Rechtecksignale haben einen deutlich höheren Hochtonanteil (leistungsmäßig) als Sinussignale.


D
DAB (Digital Audio Broadcasting)
Digitaler Radioempfang, der störunempfindlicher ist als ein herkömmliches UKW-Radio. Neues terrestrisch gesendetes Rundfunksystem mit digitaler Verschlüsselung, soll in ferner Zukunft das analoge UKW-Radio ablösen.

Dämmung
Unter Dämmung versteht man eine Maßnahme zur Verminderung der Schalldurchlässigkeit und Schwingneigung der Gehäusewand. Das heißt: Eine Dämmungsmaßnahme wird direkt auf der Gehäusewand durchgeführt. Möglichkeiten dazu bieten Versteifungen und auf Wandflächen aufgeklebte Bitumen, Polyesterwatte, Schafwolle oder Weichfaserplatten.

Dämpfung
Unter Dämpfung versteht man die Umwandlung von Schall- in Wärmeenergie. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Stellen Sie sich ein schwingendes Pendel vor, das Sie zur Ruhe bringen möchten. Eine Möglichkeit dies zu tun, bestünde darin, das Pendel in einen "zähen Brei" zu tauchen, der dem Pendel die Bewegungsenergie entzieht und in Wärme umwandelt. Nun ist Schall aber nichts anderes als schwingende Luftteilchen, denen man z.B. durch poröse Materialien wie Polyesterwatte, Natur- oder Steinwolle, die Bewegungsenergie entziehen kann. Dazu ist es sinnvoll, den gesamten Gehäuseinnenraum mit Dämpfungsmaterial zu füllen. Energie die so umgewandelt wird, kann die Gehäusewände nicht mehr zum Schwingen anregen. In der Praxis füllt man den gesamten Innenraum locker (nicht gestopft) mit Dämpfungsmaterial. Bei Reflexboxen muss der Bereich um das in die Box ragende Tunelende Freibleiben.

Dämpfungsfaktor
Maß für den Innenwiderstand des Verstärkers, muss beim Ausschwingvorgang die Membranbewegung abbremsen und ist somit in erster Linie für eine präzise Basswiedergabe wichtig.

dB (Dezibel)
Logarithmische Maßzahl aller dynamischen Verhältnisse für den Vergleich zweier Schalldruckpegel. Als Bezugsgröße (Absolutpegel) wird gern die Hörschwelle genommen. Damit lassen sich Aussagen über Lärmbelästigung oder Lautstärken machen. Für die Messung der Schalldrücke von Lärm werden spezielle Filter verwendet, die das subjektive Hörempfinden simulieren. Werte werden dann in dB(A) – bei Bewertung nach DIN/IEC 651 – oder dB(CCIR) – bei Bewertung nach CCIR 468-3 – angegeben. Das Dezibel ist kein absolutes Maß wie Meter oder Gramm, sondern kennzeichnet das Verhältnis zwischen den Zahlenwerten. Mit Rücksicht auf das logarithmische Hörempfinden des menschlichen Ohres wurde "Dezibel" aus dem Zehner-Logarithmus eines Spannungs- bzw. Leistungsverhältnisses abgeleitet. So entsprechen z.B. 20 dB einem Spannungsverhältnis von 10:1 bzw. einem Leistungsverhältnis von 100:1, 10 dB mehr entsprechen dem doppelten Lautheitsempfinden und erfordern die zehnfache Verstärkerleistung.

Deemphasis
Um Rauschanteile zu vermindern, die bei der Frequenzmodulation im höherfrequenten Teil des NF-Bereichs entstehen, bedient man sich der Preemphasis im Sender und der Deemphasis im Empfänger. Bei der Preemphasis werden die hochfrequenten Nutzsignale angehoben; bei der Deemphasis wird die NF wieder um den gleichen Betrag abgesenkt, um am Empfängerausgang wieder einen linearen Frequenzgang zu erhalten.

Demodulation
Trennung des Nutzsignals vom Träger.

Dynamikumfang
Der Dynamikumfang bezeichnet die gesamte "Bandbreite" von Schalldrücken zwischen der leisesten und der lautesten Stelle eines Schallereignisses und wird in >dB angegeben. Speicher- und Übertragungsmedien müssen in der Lage sein, die jeweilige Dynamik störungsfrei zu verarbeiten. Beim Mikrofon wird der Dynamikumfang nach unten durch das sogenannte Eigenrauschen begrenzt, nach oben durch Übersteuerung. Der Dynamikumfang ergibt sich aus der Differenz zwischen >Grenzschalldruckpegel und A-bewertetem >Ersatzgeräuschpegel (hier nach DIN/IEC 651 bewertet). Studiomikrofone können beispielsweise einen Dynamikumfang von bis zu 126 dB verarbeiten.


E
Elektrostatischer Wandler
Im Gegensatz zum dynamischen Wandler, dessen Membran ringförmig von einer Schwingspule angetrieben wird, schwingt beim elektrostatischen Wandler die Membran ganzflächig. Dies wird dadurch erreicht, daß zwischen zwei Flächenelektroden eine hauchdünne leitfähige Polymerfolie eingespannt ist, die auf geringste Veränderungen der Tonfrequenzspannung reagiert. Die Elektroden sind durchbrochen und damit schalldurchlässig; durch eine Polarisationsspannung wird ein elektrostatisches Feld erzeugt. Wird nun die hochtransformierte Signalspannung angelegt, so kommt es zu Ladungsverschiebungen, die die Membran in Schwingungen versetzen: Es entstehen Schallwellen, d.h. das ursprüngliche Tonsignal. Die geringe Masse der Membran trägt ebenso wesentlich zur detailgetreuen Auflösung bei. Ein elektrostatischer Wandler überrascht immer wieder durch seine räumliche Weite und Tiefe.

F
Ferrofluid (FFL)
Ferrofluid (FFL) ist eine ölige, magnetische Flüssigkeit, die bei Hochtonsystemen in den Luftspalt eingebracht wird. Diese Flüssigkeit hat folgende Funktionen: Die mechanische Dämpfung des Feder-Masse Systems (Schwingspule, Sicke, Membran) wird erhöht. Dadurch wird der Impedanzanstieg auf der Resonanzfrequenz weitgehend unterdrückt.

Flankensteilheit
Lautstärkeverminderung pro Oktave ab Einsatzpunkt eines Filters, z.B. sind bei Frequenzweichen Werte zwischen 6 und 48 dB üblich.

Freifeld
Reflexionsarmer Raum. Die Schallausbreitung ist geradlinig, ohne Rückwürfe von Wänden etc.

Frequenz
Anzahl der (Schall)schwingungen pro Sekunde, gemessen in Hertz (Hz). Tiefe Töne haben eine niedrige Frequenz – hohe Töne eine hohe Frequenz. Das Hörvermögen eines jungen Normalhörenden erstreckt sich etwa von 20 Hz – 20 kHz. Mit zunehmendem Alter läßt die Empfindlichkeit des Gehörs für hohe Frequenzen nach.

Frequenzgang
Auch: Übertragungsbereich. Der Frequenzgang gibt Auskunft darüber, wie gut ein Hifi-Gerät einen bestimmten Frequenzbereich wiedergeben kann. Ein entsprechendes Messdiagramm gibt Auskunft darüber, bei welchen Frequenzen Überhöhungen oder Einbrüche des Pegels entstehen.

Frequenzweiche
Schaltkreis (aktiv oder passiv) zur Aufteilung des Frequenzbereiches auf mehrere Lautsprecherchassis (z.B. Hoch- und Tieftöner). Ermöglicht die Abstimmung des gesamten Komponentensystems. Wird charakterisiert durch die Flankensteilheit und die Trennfrequenz.


G
Gegenkopplung
Rückführung eines Teils des Ausgangssignals einer Verstärkerstufe auf das Eingangssignal. Dient in erster Linie der Verringerung von Verzerrungen sowie der Festlegung des Verstärkungsfaktors und des Frequenzbereiches.

Grundtonbereich
Bezeichnet den unteren Stimmbereich und ist für die Klangfülle der Wiedergabekette zuständig.

Gütefaktor (Q-Faktor)
Charakteristik eines Filters. Hat bei Lautsprechern nichts mit der Chassis-Qualität zu tun, sondern bezeichnet das Maß für die Dämpfung der Membranbewegung zur Gehäuseberechnung. Messgröße der Thiele-Small-Parameter. Die Nachgiebigkeit der Sicke und vor allem der Zentrierspinne bestimmt den mechanischen Q-Faktor des Lautsprecherchassis. Je niedriger die Güte, umso härter die Aufhängung.


H
Harmonische Verzerrung
auch: Klirrfaktor. Unerwünschte Signalanteile innerhalb eines Spektrums als Vielfaches der Grundfrequenz. Wenn diese 1 kHz beträgt, so entstehen durch die Verzerrung z. B. Anteile bei 2 oder 3 oder 4 kHz (Angabe dieser Anteile erfolgt in % vom Nutzsignal).

Hertz
Schwingungsanzahl pro Sekunden. Der hörbare Bereich liegt grob zwischen 20 und 20000 Hz, je niedriger die Frequenz, desto tiefer ist der daraus resultierende Ton.

Hochpass
Schaltung, die Signalanteile unterhalb der Übergangsfrequenz abhängig von der Flankensteilheit mehr oder weniger stark dämpft und höhere durchlässt.


I
Impedanz
Mit Impedanz wird der Wechselstromwiderstand bezeichnet. Sie ist frequenzabhängig und wird bei 1 kHz als sogenannte Nennimpedanz angegeben. Maßeinheit ist das Ohm.

Impulsleistung
In der Hochfrequenztechnik wird diese meist definiert durch die Dauer von 10% einer Periode. In der Audiotechnik gibt es keine eindeutige Definition. Sie ist stark abhängig vom übertragenen Programmaterial.

Induktivität
(Magnetfeld)-Energiespeicherfähigkeit einer Spule, gemessen in H (Henry).

Interferenz
Auslöschung eines Signals oder Teilen davon bei gegenphasigem Verlauf aufgrund der Überlagerung zweier Wellen. Senden zwei Schallquellen (z.B. zwei nebeneinanderliegende Hochtöner) die gleiche Frequenz aus, bildet sich auf Achse ein Wellenberg (doppelte Schallenergie) und seitlich davon abwechselnd ein Wellental (Auslöschung) sowie wiederum ein Wellenberg, anschließend ein Tal usw., dessen Abstände sich mit der Wellenlänge ändern.

Intermodulation
Bei der HF-Übertragung entstehen durch die verschiedenen Trägerfrequenzen neben den Harmonischen (ganzzahligen Vielfachen) auch eine Vielzahl von (ungeradzahligen) Summen-und Differenzfrequenzen. Diese begrenzen die Anzahl der nutzbaren Frequenzen innerhalb eines bestimmten Bandes.


J
Text

K
Kabeldämpfung
auch: Kabelverlust. Dämpfung, die ein Signal erfährt, wenn es über Kabel übertragen wird. Abhängig vor allem von der Kabellänge und der Frequenz des übertragenen Signals, Angabe in dB/m.

Kennschalldruckpegel
Der Begriff Kennschalldruckpegel, häufig auch als Empfindlichkeit bezeichnet, sagt aus, welchen Schalldruckpegel ein Kopfhörer unter bestimmten Meßbedingungen erzeugt. Nach DIN 45 500 Teil 10 soll der Kennschalldruckpegel eines HiFi-Kopfhörers bei einer elektrischen Leistung von 1 mW und einer Tonfrequenz von 1 kHz mindestens 94 dB betragen. Die Messung erfolgt mit Hilfe eines "künstlichen" Ohres (spezielles Mikrofon zur Messung von Kopfhörern). Nun werden Sie sich sicherlich fragen: Wie laut ist denn ein Hörer mit 94 dB Kennschalldruckpegel? Dazu etwas Theorie: Die Maßeinheit für den Schalldruck ist das Pascal (Pa). Der kleinste vom menschlichen Ohr noch wahrnehmbare Schalldruck (Hörschwelle) beträgt 0,00002 Pa. Dieser Wert ist international als Bezugsschalldruck festgelegt. Setzt man den mit dem "künstlichen Ohr" gemessenen Schalldruck eines Hörers in ein logarithmisches Verhältnis zum Bezugsschalldruck, erhält man (bei 1 mW) den Kennschalldruckpegel in dB. Der in der DIN festgelegte Wert von 94 dB sagt aus, daß ein HiFi-Hörer einen Schalldruck erzeugen muß, der um den Faktor 50.000 (!) über der Hörschwelle liegt. Der Kennschalldruckpegel sagt wiederum nichts über die maximale Lautstärke aus, die ein Kopfhörer unverzerrt wiedergeben kann, schon gar nichts über die Klangqualität! Ein Hörer mit höherem Kennschalldruckpegel muß also nicht zwangsläufig besser sein.

Klirrfaktor bei 1 kHz
Der Klirrfaktor ist ein Maß für die nichtlinearen, harmonischen Verzerrungen und wird in % angegeben. Nichtlineare, harmonische Verzerrungen sind Signale, die vor der Signalumwandlung im Original nicht vorhanden waren. Schuld am Entstehen dieser unerwünschten Signale ist z.B. dieMembraneines Lautsprechers, deren Bewegungen nicht exakt den sie erregenden elektrischen Signalen folgen. Diese Eigenschaft ist leider allen elektroakustischen Wandlern eigen. Sie läßt sich zwar nicht völlig beseitigen, jedoch durch geeignete Maßnahmen minimieren. Für den Anwender interessant ist aber letztlich nicht, warum es "klirrt", sondern wie groß der Klirrfaktor sein darf, bevor er wahrgenommen wird. Den Ergebnissen verschiedener Untersuchungen zufolge ist ein Klirrfaktor von 1% im Frequenzbereich 100 bis 2000 Hz nicht wahrnehmbar. Unterhalb von 100 Hz liegt die Wahrnehmungsgrenze sogar bei 10%.

Kunstkopfstereo
Kopfbezogenes 2-kanaliges Aufnahmeverfahren unter Verwendung eines kopfähnlichen Trennkörpers (Kunstkopf) zwischen den beiden Mikrofonen.


L
Text

M
Magnetfeld
Ein durch Magnete oder bewegte elektrische Ladungen erzeugtes Feld, das Kraftwirkungen zwischen Magneten bzw. elektrischen Strömungen vermittelt. Das Magnetfeld wird durch die Magnetische Feldstärke beschrieben.

Max. Schalldruckpegel
Schalldruck, der max. abgegeben wird, bis ein bestimmter Klirrfaktor erreicht ist.

Meßmikrofon
Schallaufnehmer mit besonders linearem Frequenzgang, gutem Impulsverhalten und äußerst neutraler Kugelcharakteristik.

MOS FET
Spezieller Transistor, kann mit extrem geringem Eingangsstrom (also spannungsgesteuert) große Ausgangsströme steuern, gerne in Schaltnetzteilen der Endstufen eingesetzt.


N
Nennbelastbarkeit
Unter Nennbelastbarkeit versteht man die elektrische Leistung, die nach Angabe des Herstellers dauernd zugeführt werden kann. Nach DIN 45500 Teil 10 muß z.B. die Nennbelastbarkeit eines Kopfhörers mindestens 100 mW betragen. Die Prüfung erfolgt mit einem speziellen Rauschsignal, das dem Kopfhörer über einen Zeitraum von 100 Stunden zugeführt wird.

Neodymium (Neodym)
Besonders effektives Magnetmaterial für kleine, wirkungsgradstarke Magnetsysteme.

NF (Niederfrequenz)
Der hörbare Frequenzereich.


O
Ohmsches Gesetz
U = R x I: Die Spannung, gemessen in V (Volt), ist gleich dem Produkt aus dem Widerstand in Ω (Ohm) und der Stromstärke in A (Ampere).

Oktave
Tonumfang von einer Frequenz bis zu ihrem doppelten Wert.

OSS-Stereo
(OSS = Optimales Stereo-Signal), auch Jecklin-Stereo genannt. Trennkörper-Stereoverfahren: Statt mit einem Kunstkopf wird hier mit einer (mit Dämmaterial versehenen) Scheibe als Trennkörper zwischen den beiden Mikrofonen gearbeitet.

Ortbarkeit
Die Ortbarkeit bezeichnet die Fixierung einzelner Instrumente oder Gesangsstimmen innerhalb des Stereopanoramas. So sollte eine in der Mitte aufgezeichnete Gesangsstimme auch in der Mitte wiedergegeben werden. Dementsprechend sollten die Stimmen beispielsweise eines Gesangsquartettes ebenso ortungsscharf jede für sich auszumachen sein und dürfen nicht miteinander verwaschen.

Oversampling
Zwischenstufen bei der Abtastung eines Digitalsignales zur Verringerung des Quantisierungsrauschens.


P
Partialschwingungen
Gegenphasige Teilbereichsschwingungen einer Membran. Lautsprechermembranen brechen oberhalb einer materialtypischen Frequenz in klangverfälschende Partialschwingungen auf.

Phantomspeisung
Fast alle Studiomikrofone werden mit 48 V ± 4 V phantomgespeist (P48, IEC 268-15). Dabei liegt diese Speisespannung symmetrisch auf beiden Modulationsadern, die Rückführung des Speisestroms erfolgt über den Kabelschirm. Bei manchen Mikrofonen ist darüberhinaus Batteriebetrieb oder Betrieb mit Steckernetzgerät vorgesehen.

Phase
Stimmt der Amplitudenzustand eines Signals bei einem innerhalb einer Periode definierten Zeitpunkt nicht mit dem gewünschten Zustand überein, gilt die Phase als verschoben, gedreht oder verzerrt. Bei einer Phasenverschiebung innerhalb eines Frequenzspektrums kommen hohe Frequenzen zu einem anderen Zeitpunkt beim Zuhörer an als tiefe. Ein guter Phasengang ist unverzichtbar für gute Weiträumigkeit sowie Ortbarkeit.

Phasenkorrektur
Wenn ein Lautsprecher weiter vom Fahrer entfernt ist wie ein anderer Lautsprecher, muss der Schall einen längeren Weg zurücklegen. Um diese Differenz auszugleichen, wird der eine Lautsprecher verzögert, damit der Schall beider Lautsprecher gleichzeitig eintrifft.

Phasenlage
gleichphasig: Bei gleichphasigen Signalen treffen Druckerhöhungen und –minderungen zusammen, es kommt zu einer Steigerung der Lautstärke.gegenphasig: Bei gegenphasigen Signalen treffen Druckerhöhungen auf Druckminderungen, es kommt zur Auslöschung.

Pilotton
Tonsignal einer bestimmten Frequenz außerhalb des Hörbereiches zur Auswertung des Squelches.

PLL
Abk. für Phase-locked loop, phasengekoppelte Regelschleife. Regelkreis zur Frequenzregelung eines Oszillators; Frequenzerzeugung durch Bildung von Vielfachen oder Bruchteilen einer Grundfrequenz. Daher wird auf diese Weise ein besonders stabiles HF-Signal erhalten.

Polardiagramm
Messdiagramm über die Richtcharakteristik (das Rundstrahlverhalten unter verschiedenen horizontalen Hörwinkeln) eines Lautsprechers.

Polypropylen
Polypropylen ist ein Kunststoffmaterial mit hoher innerer Dämpfung, das zur Membranherstellung, hauptsächlich für Tief- und Mitteltonlautsprecher, verwendet wird. Hierbei gibt es Membranen, je nach Einsatzweck, die mit Füllmaterialien wie etwa Kreide angereichert sind. Dadurch lassen sich die Härte, Steifigkeit und die innere Dämpfung der Membran exakt definieren und einstellen.

Preemphasis
Um Rauschanteile zu vermindern, die bei der Frequenzmodulation im höherfrequenten Teil des NF-Bereich entstehen, bedient man sich der Preemphasis im Sender und der Deemphasis im Empfänger. Bei der Preemphasis werden die hochfrequenten Nutzsignale angehoben; bei der Deemphasis wird die NF wieder um den gleichen Betrag abgesenkt, um wieder einen linearen Frequenzgang zu erhalten.


Q
QES
Elektrische Dämpfung, wird erzeugt durch die Einwirkung der Schwingspule im Magnetfeld.

QMS
Mechanische Dämpfung, wird erzeugt durch die Reibung der Sicke und der Zentriermembran.

QTC
Wird ein Lautsprecher in ein Gehäuse eingebaut erhöht sich die Gesamtgüte. Durch die zusätzliche Federsteife der Luft. Die Einbaugüte (Qtc) liegt höher als die Freiluftgüte (Qts) und steigt mit kleineren Volumen. Sie bestimmt entscheidend das Übertragungsverhalten des Lautsprechers.

QTS
Gibt Aufschluss über das Dämpfungsverhalten eines Lautsprechers, ist entscheidend für das Ein- und Ausschwingverhalten.


R
Rückkopplung
auch: Feedback. Elektroakustischer "Kurzschluß", der dadurch entsteht, daß das vom Lautsprecher abgegebene Signal vom Mikrofon des gleichen Gerätes oder der gleichen Übertragungsstrecke bei Drahtlossystemen wieder aufgenommen wird. Dies führt zu Pfeiftönen und kann durch geeignete Anordnung von Mikrofon und Lautsprecher oder durch geeignete Mikrofonauswahl vermieden werden.

S
Signal-Rausch-Abstand
Verhältnis der größtmöglichen zur kleinstmöglichen Ausgangsspannung eines elektroakustischen Übertragungsgerätes.

SPL
Sound Pressure Level. Schalldruckangabe in dB/m, also Dezibel in 1 Meter Abstand gemessen.

Stehende Welle
Zwischen zwei parallelen Wänden kann es zu Überlagerungen von Wellen kommen, die von ihrer Länge her (einfach oder vielfach) genau zwischen diese Begrenzungsflächen passen. So entstehen Hörplätze mit Auslöschung bzw. Addition des Schalls bei den betreffenden Frequenzen.

Stereo-Kanaltrennung
Bei Aussteuerung des einen Kanals im jeweils anderen Kanal meßbarer Pegel. Dieser ist um einen bestimmten Betrag geringer. Dieser Betrag wird als Kanaltrennung oder "Übersprechdämpfung" angegeben.

Störspannungsabstand
Der Störspannungsabstand ist die Differenz zwischen dem Bezugspegel (z. B. 0 dB) und der Eigenstörspannung eines elektronischen Gerätes. Die Messung geschieht unbewertet.

Subsonicfilter
Hochpassfilter, dass allzu tiefe und somit leistungsintensive, aber nicht mehr effektiv abgestrahlte Frequenzen von Lautsprechern bzw. Subwoofern fernhält. Sollte sehr Steilflankig sein (ab 24dB / Oktave).

Symmetrischer Schaltungsaufbau
spezieller Aufbau für NF-Schaltungen und Kabel zur Verringerung störender Einflüsse von außen. Nutzsignale werden in einem Stromkreis ohne Verbindung zu Abschirmung oder Gehäuse geführt. Störungen von außen können daher keinen Stromfluß erzeugen und bleiben unwirksam.


T
Terz
Ein Drittel einer Oktave.

Thiele-Small-Parameter
Parameter Gehäuseentwicklungsrelevante Daten eines Lautsprecherchassis nach Thiele und Small. Wichtig sind bei Aktivbetrieb der Gütefaktor Qts, das Äquivalentvolumen VAS sowie die Resonanzfrequenz fs. Bei Passivbetrieb sollten weitere Daten miteinbezogen werden.

Trennfrequenz
Übergangsfrequenz, bei der zwei mit Frequenzweiche getrennte Lautsprecherchassis die halbe Leistung erhalten (-3dB-Punkt). Der Bass wird oberhalb der Trennfrequenz leiser, der Hochtöner darunter abgesenkt.


U
Übersteuerung
Zu hohe Eingangsspannung durch fehlerhafte Anpassung des Pegelreglers die zur Zerstörung der Lautsprecher führen kann.

Ultraschall
Schallschwingungen mit höherer Frequenz als die hörbare (20kHz) werden als Ultraschall bezeichnet.

Unsymmetrischer Schaltungsaufbau
Zur Rückleitung des Signals wird die allgemeine Abschirmung des Kabels benutzt.


V
Verstärkung
Verhältnis von Eingangsspannung: Ausgangsspaqnnung. Bei negativen Werten handelt es sich um eine Dämpfung.

W
Wellenwiderstand
Impedanz einer elektrischen Leitung; setzt sich zusammen aus den entstehenden Kapazitäten, Induktivitäten und Widerständen sowie den mechanischen Eigenschaften des Kabels (z.B. Durchmesser des Innenleiters). Im Gegensatz zur Kabeldämpfung ist der Wellenwiderstand unabhängig von der Frequenz und der Kabellänge.

Widerstand
Strom kann einen elektrischen Leiter (z.B. Kabel, Steckkontakte oder spezielle Materialien) nicht ungehindert durchfließen. Widerstände als Elektronikbauteile nutzen diesen Effekt zur Pegelveränderung innerhalb elektronischer Schaltungen oder auch in der passiven Frequenzweichentechnik.

Wirkungsgrad
Verhältnis von abgegebener zu eingespeister Leistung, meist angegeben in %. Bei Lautsprechern Verhältnis von elektrischer zu akustischer Leistung, meist angegeben in dB/W/m, also Dezibel bei 1 Watt in 1 Meter Abstand. Nicht generell vergleichbar, da oft auch mit 2,83 V und teils auch bei anderer Entfernung gemessen wird.


X
XLR-Anschluß
gebräuchlichster Anschluß in der Audio-Studiotechnik.

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